Restrisiko

Aus Atomlexikon

Version vom 15. März 2011, 07:16 Uhr von 1 (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Begriff Restrisiko ist seitens der Atomindustrie und Genehmigungsbehörden das Eingeständnis, daß die Atomwirtschaft nicht sicher sein kann.

Die Süddeutsche Zeitung titelt dazu: „Größtes anzunehmendes Restrisiko“. http://www.sueddeutsche.de/bayern/soeder-will-akw-isar-abschalten-groesstes-anzunehmendes-restrisiko-1.1071993

Restrisiko

aus der Wikipedia:

Als Restrisiko wird die Gefährdung bezeichnet, die einer Tätigkeit, einer Methode, einem Verfahren oder einem (technischen) Prozess nach dem Stand der Wissenschaft selbst bei Anwendung aller theoretisch möglichen Sicherheitsvorkehrungen noch anhaftet (wissenschaftlich denkbare Vorkehrungen).

Da der Stand der Wissenschaft technisch nicht immer zu verwirklichen ist, wird bei besonders sicherheitskritischen Verfahren die Formulierung "Stand der Wissenschaft und Technik" (technisch denkbare Vorkehrungen) und bei weniger gefährlichen Verfahren die Formulierung "Stand der Technik" (technisch machbare Vorkehrungen) verwendet.

Die Definition des Restrisikos wird bei der Risikobetrachtung herangezogen und gegen die möglichen Schäden und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit abgewogen.

Da in vielen Bereichen Schadensschwere und Schadenswahrscheinlichkeit sehr gering sind, wird für die meisten Tätigkeiten, Methoden, Verfahren oder (technischen) Prozesse ein Grenzrisiko festgelegt (wirtschaftlich vertretbare Vorkehrungen).

Kalkar-Urteil

In seinem Kalkar-Urteil vom 8. August 1978 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Bevölkerung mit der Nutzung der Atomenergie ein „Restrisiko“ als sozialadäquate Last zu tragen habe. Das Gericht sprach von „hypothetischen Risiken, die nach dem Stand der Wissenschaft unbekannt, aber nicht auszuschließen“ seien.

Persönliche Werkzeuge